| |
Fördergelder für Gleisanschlüsse noch immer nicht vollständig abgerufen!
Allianz pro Schiene im Interview mit dem Präsidenten des Eisenbahnbundesamtes, Armin Keppel
April 2008
 |
Der Präsident des Eisenbahnbundesamtes, Armin Keppel, räumte in einem Online-Interview mit der Allianz pro Schiene ein, dass viele Unternehmen nur zufällig von den Fördermöglichkeiten erfahren. „Das Programm muss aktiver beworben werden."
"Da ist noch großes Aufklärungspotenzial", sagte Hommel - Vorstandsmitglied der Allianz pro Schiene - an die Adresse von Bundesverkehrsminister Tiefensee und Bundeswirtschaftsminister Glos gerichtet. „Es gilt das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass die Schiene auch für kleine und mittlere Unternehmen bei dem geänderten Eisenbahnverkehrsmarkt eine durchaus interessante Alternative zum vermeinlicht flexibleren Lkw darstellen kann", so Keppel.
„Die Fördergelder für einen neuen Gleisanschluss werden immer noch nicht vollständig abgerufen“, bedauerte Hommel. Seit Beginn des Bundesprogramms hat das für die Vergabe der Fördermittel zuständige Eisenbahnbundesamt nach eigenen Angaben 41 Förderanträge mit einem Gesamtvolumen von rund 24 Millionen Euro bewilligt. Jährlich stehen 32 Millionen Euro zur Verfügung.
Das Interview mit Armin Keppel zum Download als PDF-Datei.
Machen Sie hier den Gleisanschluss-FörderCheck! |
Mit Bahnanschluss profitieren - doch nur wer die Waggons hat, der transportiert
Autor: DI Antonio Fuljetic (für timber-online.net bearbeitet), 11.04.08
Themen wie steigende Transportentfernungen, Dieselpreis-Rekordjagd, steigende Lkw-Maut, die auch in Deutschland absehbar ist, „weibliche" Orkane und die CO2-Diskussion sind in aller Munde. „Zeitgleich steigt auch die Wettbewerbsfähigkeit des Bahntransports und der Anschlussbahnen, aber auch die Anforderungen an alle beteiligten Akteure", erklärt Friedrich Gitterle, Geschäftsführer von AnschlussBahnProfis. „Es gilt, das Maximale aus den bestehenden oder geplanten Gleisanschlüssen herauszuholen."
Private wachsen um bis zu 50%/J
Die Teilung der staatlichen Bahnen in Personenverkehr, Güterverkehr und die Infrastruktur ermöglichte erstmals mehr Wettbewerb auf der Schiene. Der Nachteil: Ein deutsches Unternehmen muss sich mit mindestens neun verschiedenen Institutionen auseinandersetzen, wenn es einen Gleisanschluss errichten oder ausbauen will. Der Anteil privater Eisenbahn-Frachtunternehmen in Deutschland liegt laut Gitterle zumindest bei 20% (50% Wachstum pro Jahr) – Tendenz steigend. In Österreich erzielen die privaten Anbieter nur 8% Marktanteil.
Masse ist Macht
„Man muss schon viel transportieren, um von den günstigen Kosten im Bahnverkehr zu profitieren“, schildert Gitterle. Ein Ganzzug transportiert bis zu 1100 t Rundholz, das entspricht vierzig Lkw-Ladungen. Hinzu kommt die Frage des eigenen Gleisanschlusses, den die meisten großen Sägebetriebe auch betreiben. Dieser ermöglicht geringere Kosten, doch benötigt ebenfalls höhere Investitionen. „Ein Gleisanschluss hat nur Sinn, wenn mehr als 100.000 t jährlich umgeschlagen werden“, empfiehlt Gitterle. Deshalb erachtet der Experte künftig mehr Zusammenschlüsse von kleinen und mittleren Sägewerken als sinnvoll, um die notwendigen Massen bereitstellen und auch vom Bahntransport profitieren zu können. Auch bei der Deutschen Bahn sei ein Umdenken im Gange. Viele bereits stillgelegte Verladebahnhöfe wurden nach den Sturm Kyrill wieder – auch mit öffentlichen Mitteln – in Betrieb genommen, weil man den Transportbedarf unterschätzte.
Nur ein Viertel der Fördermenge abgeholt
Bis zu 50% fördert der österreichische als auch deutsche Staat die Gleisanschlüsse – ohne Rechtsanspruch. „Nur ein Viertel der 32 Mio. €/J verfügbaren Fördergelder wurden in Deutschland bislang abgeholt“, informiert Gitterle. „In Österreich sind die Fördergelder unternehmensfreundlicher als in Deutschland gestaltet." In der Alpenrepublik müsse man eine bestimmte Holzmenge über den Anschluss auf die Schiene bringen, um an das Fördergeld zu kommen. In Deutschland hingegen besteht die Nachweispflicht, dass der vorhandene Bahntransport wesentlich teurer ist, verglichen mit einem eigenen Anschluss. „Dies ist natürlich kompliziert nachzuweisen", so der Logistik-Experte Gitterle. „Wer die Waggons hat, transportiert", lautet das derzeitige Bahntransport-Motto laut Gitterle. „Güterwagen und Holzverladebahnhöfe fehlen und der Einzelwagenverkehr ist zu teuer." Zusätzlich verhindern die Sichtweisen der an der Transportkette beteiligten Akteure die Gesamtoptimierung der Logistikkette.
Das ist zu tun
Der Bahnexperte Gitterle empfiehlt sieben Punkte, um vom Bahntransport zu profitieren: maximale Nutzung der Fördermittel für Gleisanschlüsse; rechtzeitige Identifikation der möglichen Verladebahnhöfe; stärkere Bündelung von Transportmengen; Koordination der Beschaffungs- und Distributionspolitik; Ausschreibung der Aufträge; ganzheitliche Kalkulation der verbundenen Bahnkosten.
|
Sägewerk in Hengersberg betreibt Anschlussgleis seit Sommer 2007 in Eigenregie
Medien: Holz-Zentralblatt - 8. Februar 2008
 |
Seit dem 1. September 2007 betreibt das in Hengersberg ansässige Großsägewerk Schwaiger den 8 km langen Streckenabschnitt Deggendorf-Hengersberg in eigener Regie.
Die Gleisanlagen waren von der Deutschen Bahn jedoch jahrelang vernachlässigt worden und dementsprechend schadhaft, weshalb ein Verlust der Betriebsgenehmigung der Anschlussbahn durch die Landeseisenbahnbehörde drohte.
Die Streckenübernahme und die Reparatur der Schäden am Anschlussgleis wurde durch das österreichische Unternehmen AnschlussBahnProfis mit Sitz in Salzburg durchgeführt... |
Lesen Sie den gesamten Artikel aus dem Holz-Zentralblatt und erfahren Sie, welche Leistungen von den AnschlussBahnProfis konkret erbracht worden sind.
Foto: Gerhard Bauer.
|
|
Gleisanschlussförderung: Über € 80 Mio. bis 2009 verfügbar
Allianz pro Schiene im Interview mit dem Präsidenten des Eisenbahnbundesamtes, Armin Keppel
10. Januar 2007
 |
Seit September 2004 stehen in Deutschland jährlich € 32 Mio. zur Förderung von Gleisanschlüssen zur Verfügung. Nach Angaben von Armin Keppel, Präsident des Eisenbahn-Bundesamtes in Bonn, wurden seit Beginn der Aktion bis Ende 2006 lediglich 26 Anträge "positiv beschieden" - mit bewilligten Fördermitteln von € 15,5 Mio. Das entspricht rund einem Viertel dessen, was im selben Zeitraum an Förderungen möglich gewesen wäre.
Als Hauptgrund für die geringe Anzahl an Anträgen sieht Armin Keppel den geringen Bekanntheitsgrad der Gleisanschluss-
Förderrichtlinie bei den Unternehmen. Bis 2009 sind insgesamt noch über € 80 Mio. zur Förderung von Gleisanschlüssen vorhanden.
Das gesamte Interview zum Download als PDF-Datei.
Machen Sie hier den Gleisanschluss-FörderCheck!
|
Gleisanschluss von Klausner Holz Sachsen am 4. Mai 2006 offiziell eröffnet
Medien: Timber-online, Holz-Zentralblatt und Sächsische Zeitung - 5. Mai 2006
Jährlich werden mindestens 250.000 Tonnen Rundholz, Hackschnitzel und Schnittholz über den neuen Gleisanschluss des Großsägewerkes Klausner Holz in Kodersdorf (Sachsen) umgeschlagen. Das entspricht 10.000 Lkw-Ladungen. Schon bei der Planung wurden die bahnbetrieblichen und werkslogistischen Anforderungen voll berücksichtigt.
Dafür sorgten die AnschlussBahnProfis durch das OPTIMAX Anschlussbahnkonzept. |
 |
"Allzeit gute Fahrt": Hr. Landrat Lange, Hr. Doehring
(Geschäftsleitung Klausner-Gruppe), Hr. Bgm. Schöne (Kodersdorf) beim Durchschneiden des Bandes (v.l.n.r.).
Die Artikel zum Download als PDF-Datei.
Das Foto zum Download im JPG-Format. |
Anschluss nicht verpassen
Medien: Holzkurier - 23. Februar 2006

|
Der bürokratische und planungstechnische Aufwand beim Aus- oder Neubau eines Gleisanschlusses ist durch die Bahnreform enorm gestiegen. Um sich nicht mit bis zu 10 Institutionen, Behörden und Unternehmen aufwändig abstimmen zu müssen, bietet das Dienstleistungsunternehmen AnschlussBahnProfis aus Salzburg ein Komplett-Paket, das nun auch im Internet präsentiert wird...
Der Artikel zum Download als PDF-Datei.
|
| Ganzheitliche Optimierung von Anschlussbahnen: auch mittels 3D-Simulation |
|
|
|